Skip to main content

Starte deine Abnahme jetzt – und spare 60 %!

Warum soziale Verbindungen gut für deine Gesundheit sind

Fühlst du dich manchmal einsam? Damit bist du nicht allein. Immer mehr Menschen verbringen weniger Zeit mit anderen – und das kann sich stärker auf unsere Gesundheit auswirken, als vielen bewusst ist. Warum Freundschaften wichtiger sind, als viele denken, und wie du ihnen wieder mehr Raum geben kannst.

Von Liz Krieger|Wissenschaftlich geprüft von Kelli Richardson, Ph.D., RDN

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass die Tage einfach nicht genug Stunden haben? Zwischen Job, Familie, Haushalt und all den anderen Dingen, die jeden Tag erledigt werden wollen, bleibt oft wenig Zeit übrig. Und was bleibt dabei auf der Strecke? Häufig genau die Dinge, die uns eigentlich guttun: der Kaffee mit einer Freundin, der Buchclub, bei dem du schon lange nicht mehr warst, oder der Anruf, den du immer wieder verschiebst.

Oft behandeln wir soziale Kontakte wie einen Luxus – etwas, das wir uns gönnen, wenn alles andere erledigt ist. Und wenn dein Terminkalender ohnehin schon aus allen Nähten platzt, kann sich ein Treffen mit anderen Menschen schnell wie eine weitere Verpflichtung anfühlen.

Dabei zeigt die Forschung immer deutlicher: Mit Menschen in Kontakt zu bleiben, bedeutet nicht nur, Spaß zu haben oder Einsamkeit zu vermeiden. Soziale Beziehungen gehören zu den wirkungsvollsten – und gleichzeitig am meisten unterschätzten – Faktoren für ein langes und gesundes Leben.

Freundschaften sind gut für deine Gesundheit

Die Menschen in deinem Leben machen dich nicht nur glücklicher – sie können auch deine Gesundheit schützen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC können starke soziale Beziehungen das Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme senken, darunter Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Demenz, Depressionen und Angststörungen. Umgekehrt zeigen Studien , dass Einsamkeit mit einem um 27 Prozent höheren Sterberisiko verbunden ist.

„Studie für Studie zeigt sich, dass enge Freundschaften einer der wichtigsten Faktoren für Glück und Lebenszufriedenheit sind – und zwar in jeder Lebensphase“, sagt Dr. Jeremy Nobel, Gründer und Präsident der Foundation for Art & Healing sowie Dozent an der Harvard T. H. Chan School of Public Health.

Eine Studie aus dem Jahr 2023 ergab beispielsweise, dass Menschen mit hochwertigen Freundschaften länger lebten. Die Teilnehmenden wurden über acht Jahre hinweg mehrfach befragt. Diejenigen mit engen, unterstützenden Freundschaften hatten in diesem Zeitraum ein um 24 Prozent geringeres Sterberisiko. Gute Freundschaften wurden außerdem mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für regelmäßige Bewegung (+9 %), einem geringeren Depressionsrisiko (-17 %) und einem niedrigeren Schlaganfallrisiko (-19 %) in Verbindung gebracht.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch die Harvard University : Die Menschen, die im Alter am glücklichsten, gesündesten und langlebigsten waren, hatten die engsten und herzlichsten Beziehungen zu anderen Menschen.

Das Problem? Einsamkeit nimmt zu.

Laut einem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation ist weltweit jede sechste Person von Einsamkeit betroffen. In den USA sprach der Surgeon General sogar von einer „Einsamkeits- und Isolations-Epidemie“. Rund die Hälfte der Erwachsenen in den USA fühlt sich einsam. Viele verbringen weniger Zeit mit anderen Menschen, leben allein, arbeiten remote und kommunizieren vor allem über Bildschirme. Dazu kommt: Wir ziehen häufiger um, wohnen weiter von unserer Familie entfernt und haben weniger Orte, an denen wir anderen Menschen ganz selbstverständlich begegnen und Gemeinschaft erleben.

Was soziale Nähe mit deinem Körper macht

Was passiert eigentlich körperlich genau – dass soziale Beziehungen tatsächlich deine Gesundheit beeinflussen können? Wie verbessert ein Mittagessen mit einer Freundin oder ein Plausch mit den Nachbar:innen den Gesundheitszustand? Die Wissenschaft ist noch dabei, alles im Detail zu verstehen, aber sie hat schon mehrere wirkungsvolle Wege gefunden, wie soziale Beziehungen deine Gesundheit unterstützen:

Sie helfen dir, Stress besser im Griff zu behalten

Wenn du gestresst bist – egal ob Ärger im Job, gesundheitliche Sorgen oder einfach der ganz normale Alltagswahnsinn – schüttet dein Körper Cortisol und andere Stresshormone aus. Auf kurze Sicht ist das kein Problem. Problematisch wird es, wenn Stress chronisch wird: Dann bleiben diese Hormone dauerhaft erhöht und können zu Entzündungen, Bluthochdruck und einem geschwächten Immunsystem führen.

Und genau hier kommen deine Beziehungen ins Spiel: Menschen, bei denen du dich auslassen kannst, die dich zum Lachen bringen und dir zeigen, dass du nicht allein bist, helfen deinem Körper, die Stressreaktion zu regulieren . Vielleicht ist genau das der Grund, warum Studien zeigen, dass soziale Unterstützung Gesundheit und Langlebigkeit verbessern kann.

„Unser Gehirn muss viel aktiver sein, wenn wir nicht auf andere zählen können, um Schutz oder die Anforderungen des Alltags zu bewältigen“, sagt Julianne Holt-Lunstad, PhD, Professorin für Psychologie und Neurowissenschaften an der Brigham Young University sowie wissenschaftliche Vorsitzende und Vorstandsmitglied der U.S. Foundation for Social Connection und der Global Initiative on Loneliness and Connection.

Das bedeutet: Dein Körper läuft auf einem höheren Stressniveau, wenn du dich alleine durch schwierige Situationen kämpfen musst. „Wenn du chronisch das Gefühl hast, dass niemand hinter dir steht, ist es nicht überraschend, dass du gestresst bist“, sagt Nobel. „Dein Körper ist dann ständig auf Verletzung vorbereitet und fährt die Entzündungsreaktionen hoch.“ Eine Studie fand sogar heraus, dass Menschen mit stärkeren sozialen Bindungen deutlich niedrigere Werte von Interleukin-6 (IL-6) hatten – einem wichtigen Entzündungsmarker, der mit Herzkrankheiten, Diabetes und neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung steht.

Sie verlangsamen, wie schnell deine Zellen altern

Das mag wie Science-Fiction klingen, ist aber Realität: Dein soziales Leben kann tatsächlich mitbestimmen, wie schnell dein Körper auf Zellebene altert.

Forscher:innen können heute das biologische Altern mit sogenannten „epigenetischen Uhren“ messen – also im Grunde mit Mustern in der DNA, die zeigen, wie alt der Körper im Vergleich zum tatsächlichen Alter wirklich ist. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen mit vielen und langfristig guten sozialen Kontakten im Laufe ihres Lebens ein langsameres epigenetisches Altern hatten. Mit anderen Worten: Ihre Zellen alterten langsamer.

Für die Studie wurden Daten von mehr als 2.100 Erwachsenen ausgewertet. Dabei schauten sich die Forschenden an, was sie „kumulative soziale Vorteile“ nennen – also einen Wert, der soziale Beziehungen in vier wichtigen Bereichen abbildet: wie viel Geborgenheit und Unterstützung Menschen in ihrer Kindheit von ihren Eltern erfahren haben, wie verbunden sie sich mit ihrer Nachbarschaft und Community fühlten, wie stark sie in religiöse oder glaubensbasierte Gemeinschaften eingebunden waren und wie viel emotionale Unterstützung sie im Laufe der Zeit von Freundinnen, Freunden und Familie bekommen haben.

Menschen mit höheren kumulativen sozialen Vorteilen zeigten auf zellulärer Ebene langsamere Alterungsprozesse – ein starker Hinweis auf das Risiko für Krankheiten und die Lebenserwartung. Auch Entzündungen können hier eine Rolle spielen. „Bei anhaltender Einsamkeit steigt die Entzündung im Körper an und die Immunabwehr wird geschwächt“, erklärt Nobel.

Sie stärken dein Immunsystem

Auf gewisse Weise sind Freundschaften vielleicht genau das, was Ärzt:innen verschreiben würden – im wahrsten Sinne des Wortes. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen mit vielen sozialen Kontakten eine stärkere Immunabwehr haben. Ein möglicher Grund ist, dass dein Umfeld Einfluss darauf hat, wie dein Körper auf Krankheit reagiert. Unterstützung von anderen zu bekommen, kann dir zum Beispiel ein sichereres Gefühl geben, wenn du krank bist. Dadurch können deine Immunzellen möglicherweise besser arbeiten und Entzündungen werden reduziert.

Sie unterstützen dein Herz

Die CDC berichtet, dass Menschen mit starken sozialen Kontakten ein niedrigeres Risiko für chronische Krankheiten haben, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle. Ein Teil davon liegt daran, dass sozial eingebundene Menschen eher auf sich achten: Sie haben Menschen um sich, die merken, wenn es ihnen nicht gut geht, und die gesunde Verhaltensweisen fördern. Aber es liegt auch daran, dass Nähe an sich – Umarmungen, Blickkontakt, sich verstanden fühlen – die Ausschüttung von Oxytocin triggert , einem Hormon, das den Blutdruck senken und Schmerzen lindern kann.

Sie halten dein Gehirn fit

Soziale Kontakte tun auch deinem Geist gut. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit einem aktiveren Sozialleben das Risiko für Demenz verzögern können. Geselligkeit hält den Kopf auf Trab – bei jedem Gespräch musst du zuhören, Infos einordnen, dich an Dinge erinnern und Gefühle richtig deuten. Es ist ein Workout für dein Gehirn. Und die emotionale Unterstützung aus Beziehungen wirkt wie ein Puffer gegen Depressionen und Angst – zwei Risikofaktoren für einen kognitiven Abbau.

Es kommt nicht auf die Anzahl der Kontakte an

Qualität ist wichtiger als Quantität. Es geht nicht darum, möglichst viele Freund:innen zu haben oder ständig unter Leuten zu sein, sondern darum, echte Nähe zu spüren.

Was macht eine Beziehung wirklich gut? Beziehungen, in denen du dich umsorgt und wertgeschätzt fühlst, du ganz du selbst sein kannst, in schwierigen Zeiten unterstützt wirst und gerne Unterstützung zurückgibst. Genau diese Beziehungen – die, in denen du nicht auftreten oder so tun musst, als wärst du jemand anderes – scheinen gut für die Gesundheit zu sein.

Das bedeutet aber nicht, dass du nur beste Freund:innen brauchst. „So wie wir Vielfalt in unserer Ernährung brauchen, um unterschiedliche Nährstoffe zu bekommen, brauchen wir auch Vielfalt in unserem sozialen Leben, um unterschiedliche Bedürfnisse zu erfüllen“, sagt Holt-Lunstad. Die Buchclub-Bekanntschaft ist eben nicht die Freundin, die dir bei einem beängstigenden Arzttermin die Hand hält. Aber genau diese lockeren Begegnungen – die Leute, denen du jeden Tag beim Schulabholen oder beim Bäcker begegnest – „sind eine ständige Erinnerung daran, dass du nicht allein bist; dass du Teil dieser menschlichen Welt bist“, sagt Nobel.

Mit kleinen Schritten vorankommen

Zu wissen, wie wichtig soziale Kontakte sind, ist das eine – sie im Alltag auch wirklich zu pflegen, ist für viele aber gar nicht so leicht. Vielleicht bist du von Natur aus eher zurückhaltend. Vielleicht hast du einen Verlust erlebt, der es dir schwer macht, dich zu öffnen. Vielleicht machen es gesundheitliche Herausforderungen dir körperlich schwer, andere zu treffen. Vielleicht bist du einfach erschöpft.

Diese Hindernisse sind real, aber selbst ein bisschen Austausch mit anderen kann schon viel bewirken. Eine Studie mit fast 28.000 älteren Erwachsenen hat gezeigt, dass Menschen, die sich auch nur gelegentlich mit anderen austauschten, länger lebten als diejenigen, die überhaupt keinen sozialen Kontakt hatten.

Wenn du das Gefühl hast, festzustecken, hat Holt-Lunstad eine beruhigende Sichtweise: „So wie es bei jedem ist, der neu mit einem Trainingsprogramm startet, kann sich das anfangs ziemlich unangenehm anfühlen. Denk daran: Mit der Zeit wird es leichter, und die langfristigen Vorteile sind es wert.“

Überleg dir kleine, machbare Wege, um Kontakte aufzubauen oder zu erhalten:

  • Wenn du ganz neu anfängst: Schließ dich einer Gruppe an, die zu etwas passt, das dir Spaß macht — zum Beispiel einer Walking-Gruppe, einem Buchclub oder einem Töpferkurs. Engagiere dich ehrenamtlich für eine Sache, die dir am Herzen liegt. Sag auch mal Ja zu Einladungen, selbst wenn es sich leichter anfühlt, zu Hause zu bleiben. Fang kleine Gespräche mit Menschen an, denen du regelmäßig begegnest.

  • Wenn du bestehende Beziehungen nur schwer aufrechterhalten kannst: Plane regelmäßige Check-ins ein, damit Kontakt nicht nur dann entsteht, wenn du gerade daran denkst. Sag offen, wie viel du gerade packst — ein gemeinsamer 20-Minuten-Spaziergang ist immer noch besser, als das Dinner kurzfristig abzusagen. Nutze Technik bewusst, z. B. kurze Nachrichten oder Gruppen-Chats. Es müssen nicht immer große Events sein.

  • Wenn deine Beziehungen etwas Zuwendung brauchen: Trau dich, offen zu sein, und etwas Persönliches zu teilen. Stelle echte Fragen und höre wirklich zu. Hilf ganz konkret, statt nur allgemein zu sagen: „Wenn du was brauchst, meld dich.“ Freu dich mit anderen über ihre Erfolge, nicht nur über ihre Herausforderungen.

Fazit

Wenn du sowieso schon auf deine Gesundheit achtest – vielleicht deine Schritte trackst, auf nährstoffreiche Mahlzeiten achtest und versuchst, genug zu schlafen – dann solltest du jetzt auch deine sozialen Beziehungen genauso bewusst in den Blick nehmen. Warme, enge Freundschaften können dein Immunsystem stärken, deiner Herzgesundheit guttun, Entzündungen senken und dein Gehirn fit halten. Du musst dafür nicht gleich jeden Abend losziehen (außer natürlich, du möchtest das!). Überlege stattdessen, wem du gern näher wärst, und melde dich öfter, melde dich für Gruppenkurse an, bei denen du andere Gleichgesinnte kennenlernen kannst, und komm öfter mit Menschen ins Gespräch, denen du jeden Tag begegnest. Auch Weight Watchers kann dir dabei helfen: mit der Community auf Connect und den Workshops, bei denen du neue Leute kennenlernen kannst. Und als Bonus: Mitglieder, die an 3 oder mehr Workshops pro Monat teilnehmen, nehmen im Schnitt mehr als doppelt so viel ab wie diejenigen, die nur an einem teilnehmen.

Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Er sollte nicht als Ersatz für den Rat eines Arztes/einer Ärztin oder eines medizinischen Fachpersonals betrachtet werden.